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Gang durchs Labyrinth als festes Ritual am Schuljahresende

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Juli 9, 2022 by Adele Feuerstein

Wir versammeln uns zu Beginn des alljährlichen Schuljahresabschlussfestes am Labyrinth. Dort begleiten wir den Weg von Menschen, die bisher Mitglied des engeren Kreises unserer Regenbogengemeinschaft waren, aus dieser hinaus.

Labyrinthe sind keine Irrgärten. Es gibt hier keine Sackgassen sondern nur einen Weg hin zur Mitte. Die Mitte unseres Labyrinthes steht symbolisch für die Mitte des Menschen, der seinen Weg hindurch geht. Mal entfernt er sich von seiner Mitte, dann nähert er sich wieder an. Unser Regenbogen- und Lebensweg führt durch verschlungene Pfade, hält an jeder Kurve eine Aufgabe für uns bereit.

Die Gedanken aller Menschen, welche an diesem Ritual teilnehmen, dürfen sich dem Menschen und seinem Sein in der Regenbogenschule zuwenden, während er / sie den Weg durch das Labyrinth beschreitet.

Das ist der symbolische Teil unseres Rituals. Auf der anderen Seite möchte die Gemeinschaft des Regenbogens die Wegbegleiter:innen gemeinsam verabschieden. Sie soll am letzten Schultag ihren letzten Weg nicht alleine in die Küche gehen, um dort ihre Tasse abzuwaschen und dann hinter sich abzuschließen. Stattdessen soll sie noch einmal in der Mitte der Gemeinschaft stehen und von dieser auf ihrem letzten Weg begleitet werden.

Dieses Ritual gibt es im Regenbogen schon seit den Anfangsjahren, genauer seit den frühen 2000er Jahren. Als wir hierher zogen, hat uns ein Vater den Beton auf dem Hof aufgebrochen, damit wir die Buche pflanzen und ein eigenes Labyrinth drumherum gestalten konnten.

Es ist bis heute ein sehr wichtiger Teil unseres gemeinsam verlebten Jahres.


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